Bevor eine GPU startet, schaut ein Vorab-Check auf unserem Server, ob das Material trägt. Er zieht zwei Bilder je Sekunde heraus und misst Schärfe, Belichtung, Doppelbilder und Stillstand. In einem zweiten Durchgang sucht er die beiden Fehler, die man auf einem Einzelbild nicht sehen kann: strukturarme Passagen — eine weiße Wand ist perfekt scharf und hat trotzdem nichts, was man wiedererkennen könnte — und Abschnitte, in denen nur geschwenkt statt gegangen wurde.
Danach steht eine Ampel. Grün heißt: an den gemessenen Werten fällt nichts auf. Gelb heißt: etwas will angesehen werden, aber das Rechnen ist nicht offensichtlich vergeudet. Rot heißt: hier zu rechnen wäre sehr wahrscheinlich verschenkte Rechenzeit. Was sich nicht messen ließ, ist nie grün — Unbekanntes darf nicht als „in Ordnung" durchgehen.
Dasselbe wiederholt sich nach dem Rechnen der Kamerabahn, und ihre Schwellen sind an echten Läufen geeicht statt geraten: Ein Rundgang mit 1,47 px und einer mit 2,69 px Loop-Fehler wurden grün, eine große Produktionshalle mit 3,78 px auch noch, ein misslungener Lauf mit 90,9 px rot.
Wer entscheidet? Bei grün läuft es durch. Bei gelb oder rot hält der Auftrag an und wartet auf dich — mit dem Grund, einem Satz dazu und einem Link auf die Stelle in der Aufnahmeanleitung, die es erklärt. Du kannst trotzdem starten; du sollst nur nicht überrascht werden. Und wer ein System anschließt, das das Ergebnis selbst prüft, schaltet das Anhalten ab: Dann steht das Urteil in den Messwerten der Aufnahme, statt jemanden aufzuhalten.